„Erst mal sehen – was Mühlheim hat“  Karl-Heinz Stier stellt heute das „MÜHLRÄDCHEN“® vor


Das Symbol des Mühlheimer Stadtwappens verwandelt er in einen herzhaften Gaumenschmaus. Es nennt sich „Mühlrädchen“ – begehrt und beliebt als Mittags- oder Abendbraten in der Familie, bei geselligen Feiern oder bei Vereins- und Volksfesten in unserer Stadt. Und sein Schöpfer heißt Norbert Schmidt, Altstadtmetzger in der Marktstraße 33. Vor 13 Jahren kam dem Fleischermeister die Idee zu seinem „Mühlrädchen“ beim Mühlenfest des Geschichtsvereins. „Warum sollen immer nur Bratwurst, Rindswurst oder Steaks angeboten werden, das „Mühlrädchen“ ist eine attraktive „Alternative“, so Norbert Schmidt. Die Herstellung ist sein Betriebsgeheimnis. Es besteht aus reinem Schweinefleisch mit heimischen Gewürzen. Der Braten mit seinen sechs Schaufeln und der Mühlradnabe ist seit 1996 im Münchner Patentamt verzeichnet. Auf die Frage, wie viele er schon produziert hat, wird der Metzgermeister nachdenklich: „Naja, an die 200.000 werden es schon sein.“ Sein Tipp zur Zubereitung: Das „Mühlrädchen“ in die Pfanne mit Schmalz oder Öl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten etwa zwei mal drei Minuten goldbraun braten. Als Beilage empfiehlt er eine in Streifen geschnittene Zwiebel, die gleichzeitig mitgebraten wird und vor dem Herausnehmen mit einem Esslöffel Wasser abgelöscht wird. Das „Mühlrädchen“ ist nicht der einzige Leckerbissen aus Fleisch, den der Altstadtmetzger entwickelt hat. Feuerrädchen, Mühlen-knacker, und Feuerknacker –so heißen die anderen. Für all seine Produkte erhielt er viele Auszeichnungen und Pokale. Mit seinen mit Petersilie und Schnittlauch veredelten Weißwür- sten kam er im bretonischen Alencon unter 700 Teilnehmern auf den 2. Platz, seine Wachholder-Blutwurst erreichte auf der ANUGA in Köln dreimal Gold, die Herrenwurst den „Grand Prix de Excellente“ in Frankreich und nicht zuletzt die Goldmedaille für seine Fleischwurst im Hessenwettbewerb. Seit 1916 gibt es die Metzgerei Schmidt. Mit Florian Schmidt tritt seit diesem Jahr die vierte Generation in die Fußstapfen der Vorfahren. Einen Tipp hält Sohn Florian für die Leser des „Mühlheim-Main-Magazin“bereit, wenn es darum geht, dass Würste beim Heißmachen im Topf nicht aufplatzen: „Das Wasser bis zum Sieden kochen, dann die Heizquelle abstellen und die Würste reinlegen!“ 

Nun, dann bleibt mir nur noch zu sagen; „Guten Appetit!“


Ihr 

Karl-Heinz Stier


(Artikel aus dem mühlheim_main_magazin, Nr.27_August 2009)